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Es zeigt sich, dass die 16-18-Jährigen, die generell am meisten in Strassenverkehrsunfälle verwickelt sind, bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil auch das höchste Mortalitätsrisiko aufweisen.

Von den in den Jahren 2003-05 tödlich verunfallten Kindern und Jugendlichen (Lenker oder Mitfahrer) waren gut 50% zwischen 16 und 18 Jahre alt. 70% waren zwischen 14 und 18 Jahre alt. Das grösste Rettungspotential besteht daher (nach wie vor) bei den 14-18-Jährigen.

Die hohe Unfallzahl der Jugendlichen, bzw. jungen Erwachsenen, steht im Zusammenhang mit ihrer Verkehrsmittelwahl: Motorisierte Fahrzeuge sind gefährlich. Dies wird nachvollziehbar, wenn man die Verkehrsmittelwahl der Jugendlichen, welche in Selbstunfälle verwickelt sind, betrachtet. Während die 14 und 15-Jährigen besonders viele Selbstunfälle auf Velos, gefolgt von Mofas, erleiden, sind bei Selbstunfällen der 16 und 17-Jährigen vor allem die Klein-/Motorradfahrer betroffen, welche gleichzeitig auch den grössten Anteil an den Todesopfern dieser Altersgruppe ausmachen. Bei den 18-Jährigen überwiegen tödliche Unfälle mit dem PW. Dies sowohl als Lenker wie auch als Mitfahrer. Es ist bemerkenswert, dass in Fahrzeugen mit schwer verletzten oder getöteten Lenkern zw. 16 und 18 Jahren (PW und Motorrad) überwiegend Mitfahrer der gleichen Altersgruppe sassen.

Es besteht ein massives Ungleichgewicht zwischen den Vertretern der Geschlechter bezüglich der Verwicklung in schwere und tödliche Unfälle, welches sich stetig weiter zu ungunsten der männlichen Kinder/Jugendlichen verschiebt. Während vor 10 Jahren noch rund doppelt so viele männliche als weibliche Kinder/Jugendliche im Strassenverkehr getötet wurden, sind es heute 4 Mal mehr männliche Kinder/Jugendliche. Somit sind heute 80% der Getöteten männlichen Geschlechts. Obwohl ein Geschlechterunterschied in allen Altersgruppen von 5 bis 18 Jahren festgestellt werden kann, ist dieser aber mit zunehmendem Alter der Jugendlichen stärker ausgeprägt und tritt folglich bei den 16-18-Jährigen am stärksten zutage.